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  1. Studieren im Ausland – so klappt es mit der Organisation

Studieren im Ausland: Organisation

Hallo, Abenteuer: So organisierst du dein Auslandsstudium

Klar, am liebsten würdest du sofort ins Auslandssemester aufbrechen. Aber erstmal gibt es noch einiges zu organisieren. Weißt du schon, wo du studieren willst? Wie du dich dort bewirbst? Keine Sorge: Wir helfen dir dabei! Erster Tipp: Starte frühzeitig damit, dich um alle Formalitäten zu kümmern. In der Regel beginnst du etwa achtzehn Monate vor Beginn deines Auslandssemesters mit der Vorbereitung. Mit unserem „Fahrplan“ startest du ganz entspannt:

Schritt für Schritt ins Auslandssemester

Von der Idee bis zur Abfahrt ist es ein langer Weg. Aber keine Sorge – mit kleinen Schritten kommst du sicher ans Ziel.

Schritt 1: Entscheide dich für ein Land

Ein wichtiger Teil deiner Entscheidung wird die Sprache darstellen. An ausländischen Universitäten werden auch Studiengänge in anderen Sprachen als der dortigen Landessprache angeboten. Dabei handelt es sich meist um Englisch. Jedoch kann Spanisch oder Französisch auch dabei sein. Der Sprachunterricht aus der Schule kann hier Gold wert sein. Sei offen für Ziele, die nicht auf der Top-Ten-Liste stehen. Wie wär’s mit einem Semester auf Malta statt in England? Oder du sonnst dich einen Winter lang in der französischen Karibik, statt in Paris zu frieren.

Als erste Anlaufstelle wendest du dich an den Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) oder das ERASMUS-Büro deiner Uni. Dort findest du eine Liste mit allen Partneruniversitäten. Auch die Ansprechpersonen deines Fachbereichs können dir sicher weiterhelfen.

Schritt 2: Bewirb dich um einen Studienplatz

Nun geht’s an die Bewerbung. Im ersten Schritt will deine Ansprechperson beim DAAD wissen, warum er ausgerechnet dich ins Ausland schicken sollte. In einem Motivationsschreiben erläuterst du, warum du dich für diese Partneruniversität interessierst, was dich auszeichnet und auch, was du im Ausland lernen möchtest. Wahrscheinlich musst du auch deine Sprachkenntnisse nachweisen – beispielsweise durch einen Kurs an deiner Uni oder einen TOEFL-Test. Auch ein Auszug deines Studienkontos, bzw. dein Bachelor-Zeugnis verlangen die meisten Hochschulen.

Wurdest du von deinem Koordinator oder deiner Koordinatorin ausgewählt, schickt er deine Daten an die ausländische Uni. Diese wird dir alle Anmeldeformalitäten zusenden, die du noch brauchst, um dich als Exchange Student einzuschreiben.

Schritt 3: Kümmere dich um die Finanzierung

Lebst du immer hart am Dispo? Auch wenn du nichts auf der hohen Kante hast, ist ein Auslandssemester möglich. Mit einem ERASMUS-Stipendium bekommst du einen Zuschuss für die Lebenshaltungskosten und du musst keine Studiengebühren bezahlen. Dafür kann sich jeder bewerben – wie genau die Unterstützung aussieht, das entscheidet dann die Partneruni. Wofür genau du die Unterstützung ausgibst, ist dir überlassen, das Fördergeld wird dir monatlich überwiesen. Je nach Gastland erhältst du pro Monat bis zu 500 Euro. Du kannst außerdem unabhängig vom Einkommen deiner Eltern ein Auslands-BAföG beantragen. Auf der BAföG-Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung findest du die notwendigen Antragsformulare. Dort erfährst du auch das zuständige Studierendenwerk, je nachdem, in welches Zielland du reist. Innerhalb der EU darfst du auch problemlos einen Nebenjob annehmen.

Schritt 4: Such dir eine Unterkunft

Überlege dir: Möchtest du in einer internationalen Gemeinschaft leben oder die einheimischen Gepflogenheiten hautnah kennenlernen? Oft leben alle Austauschstudierenden in einem Wohnheim zusammen. Erkundige dich bei deiner Gastuni, ob es eine Wohnungsbörse gibt. Auch in teuren Städten sind diese meist die günstigste Alternative. Wenn du lieber privat wohnen möchtest, kannst du dir über verschiedene Plattformen oder die sozialen Medien ein Zimmer suchen. Oder du kommst vorerst in einer Pension oder einem Hotel unter und suchst dir dann vor Ort eine Bleibe. Das Auslandsbüro deiner Gastuni unterstützt dich sicher bei der Suche und kann dir vielleicht ein Zimmer im Wohnheim anbieten.

Schritt 5: Überleg dir, wie du anreisen möchtest

Für entfernte Ziele ist eine Flugreise unausweichlich. Innerhalb von Europa lohnt es sich aber oft, das eigene Auto mitzunehmen (sofern du eins besitzt). Der Vorteil: Du bist vor Ort mobiler. Oder du mietest für An- und Abreise ein Auto. Prüfe aber unbedingt, ob du über eine ausreichende Auslandsversicherung verfügst. Für Ziele in Europa ist auch die Bahn eine Alternative – in vielen Ländern gibt es Schnäppchen für Frühbucher und Studierendenrabatte.

Schritt 6: Sag Freunden und Familie Goodbye

Die Flugtickets sind gebucht und die Koffer gepackt? Zeit, um Lebewohl zu sagen. Eine große Abschiedsparty ist Pflicht! Vielleicht richtest du dir auch einen Instagram-Account oder einen YouTube-Kanal ein, um deine Erlebnisse mit den Daheimgebliebenen zu teilen? So bleibt ihr immer in Kontakt und Heimweh hat keine Chance. Aber wahrscheinlich wirst du für Trübsal sowieso keine Zeit haben, weil du so viel Neues erlebst.

Checkliste zum Mitnehmen

Du möchtest alles nochmal kompakter? Mach dir von der Checkliste hier einen Screenshot, dann hast du sie immer griffbereit.

Checkliste

Check die nötigen Auslandsversicherungen

Ein Auslandssemester ist eine spannende Zeit und du bist in Gedanken bestimmt schon ganz bei deinem kommenden Abenteuer. Vergiss aber bei aller Vorfreude nicht, auch auf deine Gesundheit zu achten. Je nachdem, in welches Land zu reist, brauchst du Reiseschutzimpfungen. Das Tropeninstitut, das Gesundheitsamt und das Auswärtige Amt informieren dich darüber. Von uns bekommst du für viele Impfungen einen Kostenzuschuss. Schließe auch eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab. Falls du mit dem eigenen Auto fährst, brauchst du eventuell auch hier eine gesonderte Versicherung. So bist du auf alles vorbereitet und kannst sorgenfrei losziehen.